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Torsten Kranefeld
29.03.2010 Wie der Osterhase zu den Ostereiern kam
Dass Hasen in der Regel keine Eier legen, ist selbst den meisten Kindern bewusst. Dennoch ist die Suche nach den vom Osterhasen versteckten Ostereiern jedes Jahr aufs Neue ein Vergnügen. Sollten Sie einmal gefragt werden, wieso der Osterhase eigentlich die Eier bringt und nicht das Osterhuhn – hier die Antwort:
Im 17. Jahrhundert hatte Meister Lampe noch einige tierische Konkurrenten, die ebenfalls für die Verteilung der Ostereier und -Geschenke zuständig waren. In Holstein und Sachsen war es beispielsweise der Hahn, im Elsass der Storch, in Hessen der Fuchs und in der Schweiz der Kuckuck. Sukzessive jedoch konnte der Hase seine Marktstellung ausbauen und avancierte zu dem uns bekannten Osterhasen als alleiniger Vertreter für Ostergeschenke.
Seine Qualifikationen für diese herausragende Stellung sind äußerst vielfältig: Zum einen galt der Hase als das Lieblingstier der Liebesgöttin Aphrodite und Begleiter der Erdgöttin Holda, zum anderen fungiert das Sinnbild des Hasen als Symbol des flüchtigen Menschenlebens oder als Symbol für Fruchtbarkeit. Dass der Hase ein besonders fruchtbarer Geselle ist, mag keiner anzweifeln, genau so wenig wie das Ei als ein Zeichen der Fruchtbarkeit gilt. Nicht zuletzt aus diesem Grund scheint diese Verbindung perfekt.
Doch nebenbei gesagt: Woraus das Osterfest letztlich entstanden ist, ist mittlerweile wieder umstritten.
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