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09.03.2010 Sport bringt das Gehirn auf Trab

Wer sich regelmäßig bewegt, der tut nicht nur was für eine perfekte Strandfigur, sondern hält auch seine grauen Zellen auf Trab. Gerade im Alter bekommt Sport damit eine neue Dimension: „Wer rastet, der rostet“ – das gilt nicht nur für den Körper, sondern auch für das Gehirn.

Eine aktuelle Studie von Sportwissenschaftlern der Jacobs University Bremen zeigt, dass eine sportliche Betätigung an drei Tagen pro Woche die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen erheblich steigern kann. Die Experten betonen, dass eine ausgeprägte körperliche Fitness positive Auswirkungen auf die geistigen Funktionen von Senioren hat. Wer sich im Alter fit hält, der kann Informationen schneller und genauer wahrnehmen und verarbeiten, als „eingerostete“ Altersgenossen. Zudem können fitte Senioren wesentlich gezielter wichtige von unwichtigen Informationen differenzieren.

Damit rückt auch die Frage nach der Auswirkung von Sport auf eine mögliche  Demenz in den Vordergrund. Hier betonen die Sportwissenschaftler, dass Bewegung durchaus präventiv gegen Demenz wirken kann. Einige Studie zeigen, dass Personen mit einem aktiven Lebensstil ein geringeres Risiko haben für einen kognitiven Abbau oder an Demenz zu erkranken als Sportmuffel.

Um geistig fit zu bleiben, erzielt man mit einem körperlich anstrengenderem Training, wie zum Beispiel Walken, einen größeren Erfolg als mit Entspannungs- und Stretchingprogrammen. In der Studie schnitten die Teilnehmer der Walking-Gruppe und des Koordinationstrainings bei Denkaufgaben am besten ab.

Die Experten sind sich einig: Sport mindert das Risiko unerwünschter altersbedingter Veränderungen im Gehirn, und hält es beweglich und intakt. Dabei ist es nie zu spät mit dem körperlichen Training anzufangen, und es bis ins hohe Alter fortzuführen. Kraft, Ausdauer und das Gleichgewicht sind in jedem Alter sehr gut trainierbar.

Spazierengehen, Nordic Walking oder Fahrradfahren eignen sich für ältere Menschen besonders. So trainieren sie nicht nur ihre Muskeln, sondern auch ihre Gehirnzellen. Es muss gar kein großer Aufwand betrieben werden, entscheidend ist nur, sich viel und regelmäßig zu bewegen. Die körperlichen „Nebenwirkungen“ sind dabei natürlich erwünscht. Schließlich stärkt die sportliche Anstrengung auch die Leistungsfähigkeit von Herz, Stoffwechsel und Muskulatur - ein idealer Schutz vor chronischen Erkrankungen. Selbst das Risiko an einigen Krebsarten zu erkranken, ist den Wissenschaftlern zufolge bei aktiven Menschen deutlich reduziert.

Unser Tipp: Mit Sport bekämpfen Sie erfolgreich den „Winter-Blues“.

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